Verantwortung für andere übernehmen (Busordner, Streitschlichter, Medienscouts, Lesescouts, Sporthelfer, Unicef-Lauf)

Busordner

Die Realschule Eslohe zeichnet sich dadurch aus, dass ihre Schülerinnen und Schüler aus einem regional sehr großen Einzugsgebiet stammen, und der Großteil der Schülerschaft mit öffentlichen Verkehrsmitteln - mit Schulbussen - den Weg zur Schule und zurück nach Hause antritt.

Um die Sicherheit beim Ein- und Aussteigen und innerhalb der Schulbusse zu gewährleisten und somit den Fahrschülerinnen und -schülern einen guten Start bzw. Abschluss des Schultages zu gewähren, wird das Busordner-Projekt seit Jahren an unserer Schule praktiziert. Es ist eine Initiative der ortsansässigen Schulen und der Polizei zur Sicherung des schulischen Busfahrbetriebes.

Streitschlichtung durch Schülerinnen und Schüler

Die Streitschlichtung an der Realschule Eslohe wird bereits seit Jahren erfolgreich durchgeführt. Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 werden im Rahmen einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft von zertifizierten Lehrkräften über ein halbes Schuljahr ausgebildet und nehmen im Anschluss ihre Tätigkeit als Streitschlichter auf.

Ziel des Konzeptes ist, dass Schülerinnen und Schüler – besonders der Erprobungsstufe –lernen, ihre Meinungsverschiedenheiten oder Streitigkeiten gewaltfrei und selbständig mit Unterstützung von Vermittlern zu lösen. Die Streitschlichtung ist inhaltlich in das Konzept der Beratung integriert und findet im Beratungszimmer statt. Die Streitschlichter fungieren in diesem Prozess als Moderatoren und Mediatoren. Sie sorgen für ein entsprechendes Setting, in dem die Konfliktlösung gelingen kann. Die Streitschlichter bieten Sprechzeiten während der Schulpausen an. Wenn dringender Bedarf besteht, kann eine Schlichtung aber auch zu anderen Zeiten stattfinden.

Bei Problemfeldern, die die Kompetenzen der Streitschlichter übersteigen, beziehen diese die Lehrkraft zur Beratung und Unterstützung ein, die die Ausbildung vorgenommen hat.  

Medienscouts

Medienscouts sind Expertinnen und Experten für den Umgang mit digitalen Medien. Sie werden in der sicheren Nutzung von Medien ausgebildet und dazu befähigt, dieses Wissen an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler weiterzugeben. Im Vordergrund steht hierbei der Ansatz der „Peer-Education“. Aufgrund eines ähnlichen Mediennutzungsverhaltens und einer Beratung auf „Augenhöhe“ kann ein vertrauensvolles Verhältnis aufgebaut und zielgruppenadäquat aufgeklärt werden.

Die Medienscouts der Realschule Eslohe führen beispielsweise Projekttage durch, halten Projektstunden, beraten Lehrerinnen und Lehrer oder gestalten Elternabende und Lehrerfortbildungen mit. Weil diese Aufgaben weit über das durchschnittliche technische Verständnis und das reine Anwenderwissen hinausgehen, beinhaltet die Medienscouts- Ausbildung an der Realschule Eslohe auch Elemente des sozialen Lernens, ein Kommunikationstraining und Übungen zur Entwicklung von Beratungskompetenz.

Die Medienscouts wurden in Workshops der Landesanstalt für Medien NRW zu den dargestellten Themen ausgebildet und geben ihr Wissen an neue Medienscouts der nachfolgenden Jahrgänge weiter.

Lesescouts

Die Schülerbücherei soll allen Schülerinnen und Schülern der Realschule Eslohe die Möglichkeit bieten, in einer ansprechend gestalteten Umgebung einen Zugang zur Welt des Lesens zu bekommen bzw. diesen zu vertiefen. Der aktuelle Buchbestand beträgt ca. 400 Bücher und wird sukzessive erweitert. Hörbücher und DVDs ergänzen das mediale Angebot. Neben regelmäßigen Aktionen soll ein möglichst aktuelles und attraktives Angebot an belletristischer Kinder- und Jugendliteratur, an Sachbüchern, Zeitschriften sowie an diversen audio-visuellen Medien den Grundstein für eine im Idealfall dauerhafte Lesemotivation der Kinder und Jugendlichen legen.

Die Bereitschaft und Motivation zum Lesen dient nicht zuletzt dem Erwerb bzw. der Entfaltung der Lese- und Informationskompetenz der Schülerinnen und Schüler. Die Schülerbücherei der Realschule Eslohe sieht sich dabei der Definition der Lesekompetenz der PISA-Studie verpflichtet, die die Lesekompetenz u.a. in der Bereitschaft und Fähigkeit sieht, Texte für verschiedene Zwecke sachgerecht nutzen zu können. Das genussvolle Lesen als sinnvolle und bereichernde Freizeitbeschäftigung soll dabei im Mittelpunkt stehen. Ergänzt werden soll das Angebot – in Absprache mit den Fachkonferenzen unserer Schule – aber auch durch die Bereitstellung von Fachliteratur und Fachlexika. Somit kann Lesen aus Grundlage der persönlichen Wissenserweiterung erfahrbar werden. Zudem wird so eine Vernetzung zwischen Fachunterricht und Schülerbücherei gewährleistet.

Das Konzept der Schülerbücherei der Realschule Eslohe gründet sich wesentlich in einer verantwortungsvollen, zuverlässigen und engagierten Mitarbeit von Schülerinnen und Schülern. Die Lesescouts sind verantwortlich für die Pflege, Ausleihe und Neuanschaffung der Medien. Sie planen Leseaktionen, führen diese durch und evaluieren sie. Dabei lernen sie Verantwortung zu übernehmen und sich engagiert für eine positive Gestaltung ihres schulischen Lebensraumes einzusetzen.

Die Lesescouts (ab Klasse 9) treffen sich wöchentlich im Nachmittagsbereich im Rahmen einer Wahl-Arbeitsgemeinschaft. Die Lesescouts sind Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse, die selbst gerne lesen und dies weitergeben möchten. Gemeinsam mit anderen planen die Lesescouts vielfältige Projekte wie das Literaturcafé, Lesenächte, Bücherrallys, einen Bücherflohmarkt, Lesungen, Vorlesenachmittage in im Kindergarten oder Altenheim und vieles mehr und setzen sie an unserer Schule in die Tat um.

Sporthelfer

In der Realschule Eslohe wird seit dem Schuljahr 2008/09 die Sporthelferausbildung in Zusammenarbeit mit dem LSB (Landessportbund) erfolgreich durchgeführt und hat sich dort etabliert. Der Abschluss und das Zertifikat berechtigen die Schülerinnen und Schüler u.a. zum Einsatz als Sporthelfer zur Sporthelferin in der Schule und im Sportverein.

Die Arbeitsgemeinschaft „Sporthelfer/Sporthelferin" an unserer Realschule richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die daran interessiert und dazu geeignet sind, Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote innerhalb und außerhalb der Schule zu organisieren und zu betreuen. So bieten unsere Sporthelfer täglich kreative Pausensportangebote für jüngere Schülerinnen und Schüler an und unterstützen bei Sportwettkämpfen und sportlichen Schulaktionen.

Soziales Engagement: Unicef-Lauf, Esperanza

Soziale Verantwortung zu übernehmen hat an der Realschule Tradition. Ein Beispiel dafür ist der Sponsorenlauf für UNICEF, der alle zwei Jahre von der gesamten Schulgemeinschaft durchgeführt wird. Im Vorfeld der Aktion werden die Schülerinnen und Schüler über die Ziele und Aufgaben von UNICEF informiert, was besonders das Engagement und das Verantwortungsbewusstsein unserer Schülerinnen und Schüler für Menschen in Notsituationen fördert.

Die Einnahmen des Sponsorenlaufs gehen zu 50 Prozent an UNICEF, der Restbetrag an unsere Schule.  

Ein weiteres Beispiel des sozialen Engagements ist unsere Unterstützung des Projektes Esperanza, dessen Schirmherr der sauerländische Politiker Dr. Peter Liese ist. Durch verschiedene Aktionen wie dem Verkauf der „Martins-Brezel“ oder der „Nikolaus- Aktion“ werden Spenden für Schulbauprojekte in Lateinamerika gesammelt.  

Um den Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 das Projekt vorzustellen, berichten ehemalige Schülerinnen und Schüler, die als freiwillige Helferinnen und Helfer vor Ort in Guatemala waren über die Maßnahmen und Aktionen dort. Ein besonders eindrucksvolles Highlight war der Besuch des Architekten Luis Palacios aus Guatemala im Jahr 2017, der die Schulbauprojekte vorstellte, für die unsere gesammelten Spenden ein Baustein sind. Als Dank überreichte er der Realschule ein landestypisches Wandtuch für unser Schulgebäude.